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Studio 94

Projekte: Anxipedia

  • Prototyp (Studium)
  • Konzept, Design
  • Würzburg
Die wachsende Schere zwischen arm und reich, der unsichere Euro, die NSA und der Überwachungsstaat, globale Erwärmung, Burn-Outs und Depressionen – Themen, die einen Abschnitt der Zeitgeschichte medial markieren. Weshalb taucht dann ein solches Thema wie Angststörungen nicht auf? Die Antwort ist aus meiner Sicht relativ einfach: Auf der einen Seite ist es unangenehm, gleichzeitig gesellschaftlich eben noch nicht anerkannt. Auf der anderen sieht man in unserer Industrienation im Vergleich zu wirtschaftlich „schwächeren“  keinen Platz dafür. An der Statistik kann es nicht liegen: Hier sind Angststörungen bei Frauen die häufigste, bei Männern die zweithäufigste psychische Störung. Hinzu kommt, dass sie häufig andere schwere andere psychische Störungen hervorrufen, wie Depressionen, Alkoholismus oder Drogensucht. Außerdem „beherbergen“ Angststörungen ja bekanntlich auch ein weiteres Problem, welches andere Krankheiten vielleicht deutlich weniger haben: Dass der Betroffene aus Nichteinsicht keine Behandlung in Betracht ziehen würde. Gerade bei den sozialen Phobien stellt dieses Problem meiner Meinung nach eine ungeahnte, wachsende Dimension dar. Was möchte ich mit diesem Produktkonzept erreichen? Mein Wunsch: Es soll einerseits Angststörungen enttabuisieren, sensibilisieren und andererseits Menschen mit krankhaften Ängsten helfen, entweder alleine damit fertig zu werden oder mit dieser Hilfe geeignete Voraussetzungen für eine gelungene Psychotherapie schaffen.
 
Meine Lösung: Ein Verbandskasten für die andere gesundheitliche Seite: der Psyche. Dieses Selbsthilfe-Kit enthält ein Quantifizierungsbuch mit Kompendium und Tipps, sowie ein individuell dosierbares „Rezept“ zu den selbst diagnostizierten Angststörungen.